Welches sind die 10 besten Ayurveda Therapien für zuhause?

Zuhause ist es am schönsten. Insbesondere wenn Ayurveda dazu genutzt wird, um uns zu pflegen.Während der ganzheitliche Anspruch des Ayurveda eigentlich der Herauslösung einzelner Anwendungen widerspricht, spricht nichts dagegen, einige Therapien oder Grundsätze zuhause auszuprobieren. Wir haben dafür die 10 besten Ayurveda-Anwendungen für zuhause aufgelistet:

1. Ernährungsregeln einhalten: Die ayurvedische Heilkunde enthält eine spezielle Ernährungslehre, bei der es für jeden Konstitutionstyp andere Ernährungsempfehlungen gibt. Allgemeine Empfehlungen, die für jeden gelten, sind etwa, nur bei Hunger und sich nie völlig satt zu essen, keine Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen und mindestens drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einzulegen, die Hauptmahlzeit grundsätzlich mittags einnehmen und niemals zu essen, wenn man in unruhiger Gemütsverfassung ist, bzw. sich für die Mahlzeiten Zeit zu nehmen und sich ausschließlich von frischen Lebensmitteln zu ernähren. Abends sollten keine tierischen Eiweiße mehr zu sich genommen werden und auf eiskalte Getränke, Alkohol, Kaffee und Getränke mit Kohlensäure ist grundsätzlich zu verzichten.

2. Die richtigen Lebensmittel wählen: Ayurveda unterscheidet bei Lebensmitteln die sechs Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer, scharf, bitter und herb, welche in jeder Mahlzeit oder aber im Laufe eines Tages mindestens einmal vorkommen sollten.
Es gilt: Gewürze regen den Stoffwechsel an. Ingwer entschlackt und sorgt dafür, dass Fett schneller verbrannt wird. Kardamom ist gut fürs Herz und beruhigt den Organismus. Chili regt den Kreislauf an, so dass sich Fett gar nicht erst ansetzt.

3. Heißwasser-Trinkkur: Generell empfiehlt die ayurvedische Ernährungslehre, viel warmes und stilles Wasser oder Kräutertee zu trinken. Eine Heißwassertrinkkur hilft zusätzlich, das Gleichgewicht auszubalancieren. Kochen Sie das Wasser 15 Minuten lang, füllen es dann in eine Thermosflasche und trinken Sie alle halbe Stunde 2 bis 3 Schlucke davon.

4. Das A und O gesunder Haut und eines gesunden Körpers ist Kollagen, ein stark quellender Eiweißkörper im Bindegewebe. Die Ernährung im Ayurveda kurbelt die Kollagenproduktion an und sorgt damit für einen strahlenden Teint: Obst und Gemüse, besonders solches, das reich an Vitamin C ist, sollte vermehrt zur Diät gehören, wie z.B.   Zitrusfrüchte, getrocknete Amla-Früchte, Holunderbeeren, Kiwi, Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Erbsen oder Feldsalat.
Der Verzehr von Mandeln, Nüssen und Samen in kleine Mengen sorgt für die ausreichende Versorgung mit B-Vitamine und wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen, etwa Selen, Zink, Kupfer und Eisen. 
Früchte und Fruchtsäfte wie Ananas und Ananassaft, Papaya oder Feigen enthalten eiweißspaltende Enzyme. Sie enthalten Antioxidantien und beugen somit der Hautalterung vor und sorgen dafür, dass sich Fette weniger schnell im Körper ablagern.
Rotes, gelbes und grünes Obst sorgt für die tägliche Zufuhr von Provitamin A, dem Vitamin zum Hautschutz gegen freie Radikale in der Luft. Es schützt es die Schleimhäute und stärkt das Immunsystem.

5. Selbstmassagen: Wichtiger Bestandteil des Ayurveda und vielleicht die angenehmste Behandlung ist die Ganzkörpermassage mit warmem, dickflüssigem Sesamöl. Neben der entspannenden Wirkung und der Lockerung von Verspannungen besteht die Wirkung vor allem darin, dass das Öl in die Haut dringt und Giftstoffe im Bindegewebe löst. Gleichzeitig bauen die streichenden Bewegungen Lymphe ab.
Als Richtwert für die Selbstmassagen gilt: Zehn Minuten morgens und abends vor dem Schlafen reichen erst mal aus. Morgens etwas Öl am Haaransatz einmassieren, abends im Bett dann Bauch und Füße kneten. Bei der Arbeit lassen sich kurze Hand- und Gesichtsmassagen einschieben um das Energielevel zu heben. Eine Beschreibung verschiedener ayurvedischer Selbstmassagetechniken bietet die Fit for Fun auf ihrer Website: http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/wellness/selbstmassage-13-ayurveda-techniken_did_2561.html?slide=3

6. Für schöne und gesunde Haut gilt es auch nach dem Ayurveda: Pflege ist alles, und je basaler und natürlicher, desto besser. Uralte Rezepte, Zutaten, Heilpflanzen und Verfahrensweisen finden hier ihre Verwendung. Es empfiehlt sich je morgens und abends die Grundreinigung mit milder Reinigungsmilch oder Gel, natürliche Pflegeprodukte ohne Mineralöle, Konservierungsstoffe und Farb- oder Fremdstoffe anzuwenden, wie etwa Classic Ayurveda Naturkosmetik von Amla Natur GmbH und einmal wöchentlich ein sanftes Peeling durchzuführen, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen.

7. Zur Pflege von Gesicht, Dekolleté und Händen, empfehlen sich typgerechte Masken und Packungen, die man entweder in der Drogerie oder im Biomarkt bekommt oder über die einen ayurvedisch geschulte Kosmetikerinnen gerne informiert.

8. Der Haut Feuchtigkeit von Außen zuführen: Dampfbäder sorgen für porentiefe Reinigung der Haut, weil der warme dampf die Poren öffnet und in diese eindringt. Zugleich sorgt er für die Durchblutung des ganzen Körpers und stärkt damit vor allem in der kalten Jahreszeit Kreislauf und Immunsystem.

9. Gönnen Sie sich einen Cocktail. Dieser Anti-Aging-Cocktail schmeckt nicht nur wundervoll erfrischend, er enthält all das, was Ayurveda für die Ernährung empfiehlt: Vitamine, Antioxidantien, Öle und Spurenelemente und vor allem viel Flüssigkeit!

Rezept für 2 Personen:
    5  große Bio-Möhren
    5  große Bio-Äpfel
    1  Stück frischer Ingwer
    1  El gemahlene Mandeln
    1  Tl (kalt gepresstes) Sonnenblumenöl
    1  Tl kalt geschleuderter Honig

Die Möhren, Äpfel und der Ingwer müssen entsaftet werden, die gemahlenen Mandeln, das Sonnenblumenöl und der Honig werden einfach dazugegeben und umgerührt. Wer keinen Entsafter hat, kann die Zutaten auch im Mixer pürieren und mit stillem Wasser 1:1 verdünnen.
10. Entschlacken Sie: Eine ayurvedisch Entschlackungskur (die sogenannte Ama-Therapie) kann helfen, den Darm sanft gesunden zu lassen. Denn sie hilft, Stoffwechselschlacken aus dem Körper zu schwemmen und damit den Verdauungsapparat zu stärken. Diese Entschlackungskur zu Hause wird über einen Zeitraum von 10 Tagen angewendet und sollte idealerweise unter ärztlicher Aufsicht geschehen.
 

Hinterlasse eine Antwort