Wofür sind Kriyas gut?

Die reinigenden Kräfte der Kriyas sind Gegenstand des heutigen Beitrages.Kriyas sind Anwendungen, die dem physischen Körper helfen sollen, sich selbst zu reinigen. Dies tun sie, indem sie die Ausscheidungssysteme des Körpers anregen und unterstützen. Generell ist der menschliche Körper ein sich selbst reinigendes System, doch falsche Ernährung, Stress, Schadstoffe in Umwelt und Ernährung und das Altern führen mitunter dazu, dass dieses System verschleißt, bzw. Schlacken und Stoffwechselprodukte nicht völlig aus dem Körper ausgeschieden werden. Kriyas geben dem Körper in diesem Fall den richtigen Anstoß zur Selbstreinigung.

Kriyas sind in bestimmten Fällen besonders zu empfehlen, z.B. bei Ernährungsumstellung, weil Entgiftungsprozesse, Umstellungsschwierigkeiten und Entzugserscheinungen reduziert werden. Ebenso sind sie sinnvoll zu Beginn intensiver Yoga-Praxis oder bei geistiger Trägheit, Faulheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Depression, weil eine oftmals unterschätzte Ursache von geistigen Problemen die körperliche Vergiftung darstellt. Zudem werden die Kriyas in indischen Klinik auch zur Heilung aller möglicher Arten von Krankheiten eingesetzt.

Oftmals werden den Reinigungsübungen in den Yogaschriften auch spirituelle Wirkungen zugeschrieben: Diesen zufolge wird der Körper auf das „Mehr“ an Energie vorbereitet, das durch die Ausübung von Yoga entsteht. Durch die Reinigung des Körpers werden Energieblockaden beseitigt und die Energiebahnen (Nadis) freigelegt.

Die sechs wichtigsten Kriyas werden in der Hatha Yoga Pradipika, einer der wichtigsten Schriften, als Shatkriyas benannt.

Diese sind:

1. Trataka (das Anstarren eines Objektes aus ca. 1-3 Meter Entfernung),

2. Neti (Nasenspülung und Massage der Nasenschleimhäute),

3. Kapalabhati (Lungenreinigung durch Schnellatmung, bzw. Feueratmung),

4. Dauthi (Reinigung des oberen Verdauungskanals),

5. Nauli (Darmreinigung) und

6. Basti (Enddarmreinigung, Einlauf).

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