Was ist eigentlich Ayurveda?

Dieser Beitrag erklärt die Lehre von Ayurveda und nennt die Anwendungsgebiete. Eine Zusamenfassung der Heilslehre, die in Indien und Sri Lanka ihren Ursprung hat.Das Sanskrit-Wort Ayurveda lässt sich mit ‚das Wissen vom langen Leben’ übersetzen. Einfach und doch absolut angemessen charakterisiert dies die komplexesten medizinischen Lehren der in Indien entwickelten Heilwissenschaft. Ayurveda, manchmal auch Ayurweda geschrieben, ist eine traditionelle indische Heilkunst, welche vor allem in Indien, Nepal und Sri Lanka verbreitet ist, sich aber zunehmend auch in der westlichen Welt durchsetzt. Dabei wird Ayurveda als eine Kombination aus Erfahrungswerten und Philosophie beschrieben, welche sich ganzheitlich auf alle für die menschliche Gesundheit wichtigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte konzentriert. Ayurveda-Experte David Frawley formulierte dabei den Grundsatz des Ayurveda: „Was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun.“

Ayurveda muss sich nicht selten dem Vorwurf vor allem aus Richtung der westlichen Schulmedizin stellen, dass es sich dabei um ‚Esoterik’, sprich, Humbug, handle, doch zeigt sich verstärkt, dass der ganzheitliche Ansatz des Ayurveda Präventions- und Therapieerfolge verzeichnen kann, die auch den Kriterien der wissenschaftlichen standhalten können.

Der Grundsatz der Heillehre Ayurveda besteht daher darin, dass hier kein Anspruch auf Ausschließlichkeit der Behandlungsmethoden formuliert wird und insgesamt die Ausrichtung weniger symtombezogen ist als die die der westlichen Medizin. Vielmehr geht es beim Ayurveda darum, eine Lebensweise zu bestärken, bei der Krankheiten gar nicht erst entstehen. Ayurveda versteht nach diesem Ansatz Körper, Geist und Seele als symbiotische Einheit und beschäftigt sich demnach mit allen Bereichen, die die physische und psychische Balance beeinträchtigen könnten. 
Die Ayurvedischen Lehren befassen sich demnach mit Ernährung, Lebensgestaltung, Ruhe und Meditation, Yoga und Atemübungen, ganzheitlicher Diagnose, Heilkräutern und ayurvedischer Medizin sowie Reinigungs- und Verjüngungsmaßnahmen. Was dem Laien davon bekannt ist, sind vor allem die Ölmassagen, Gesichtsbehandlungen und die entschlackenden Ernährungskuren.

Beschwerden, bei denen eine ayurvedische Reinigungskur (Panchakarma-Kur) wegen ihres Abbaus von Schlacken und Toxinen und der damit einhergehenden Stärkung des Immunsystems zuträglich sind, sind Volkskrankheiten wie Störungen des Verdauungssystems, Nervosität und Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Migräne, Neurodermitis und andere Hauterkrankungen, Herz- und Kreislaufbeschwerden, Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), Arthritis, Stress und Burn-out-Syndrom, Allergien, Magen- und Darmerkrankungen, Depressionen, Über- oder Untergewicht, Tinnitus (Hörsturz), Menstruations- und Menopausebeschwerden und Rückenschmerzen.

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